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Hanau, September 2026 – Am 25. Januar 2026 nahm für unsere Elterninitiative, das Kita-Team und vor allem für unsere Kinder eine herausfordernde Zeit ihren Anfang. Ein geplatztes Untertischgerät in der Küche unserer Kita verursachte einen massiven Wasserschaden. Erst am Abend informierte der Vermieter den Vorstand über den Schaden.

 

Das Wasser war über mehrere Stunden in die Kindergartenfläche gelaufen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen wurde zunächst versucht, die Wassermassen so schnell wie möglich zu beseitigen. Mit Besen, Flitschen und Gefäßen wurde das Wasser aus den Räumen entfernt. Schnell wurde jedoch deutlich, dass es mit dem Aufwischen allein nicht getan sein würde.

 

Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass die unter dem Estrich liegende Dämmung aus Perlittschüttung nicht trocknungsfähig war. Deshalb musste der Estrich im gesamten Kindergarten flächendeckend entfernt und anschließend neu eingebracht werden. Auch ein Teil der Wand zwischen Flur und Küche musste demontiert und erneuert werden.

Der Wasserschaden hinterließ auch bei der Ausstattung deutliche Spuren. Verschiedenes Mobiliar war nicht mehr nutzbar und musste entsorgt werden. Besonders umfangreich war die notwendige Erneuerung der gesamten Küche.

 

 

 

 

Plötzlich war der gewohnte Kita-Alltag nicht mehr möglich

Für die Familien bedeutete der Wasserschaden eine erhebliche Veränderung des Alltags. In den ersten Tagen mussten einige Eltern kurzfristig Urlaub nehmen oder ihre Arbeit im Homeoffice organisieren. Die Elternschaft organisierte die Betreuung zunächst größtenteils in Eigenregie.

 

In dieser ersten Phase, in der noch keine Ausweichbetreuung in einer anderen Kita zur Verfügung stand, unterstützte auch unser Kita-Team die Familien so gut es möglich war. Es wurden gemeinsame Aktivitäten und betreute Ausflüge mit den Kindern organisiert, um ihnen trotz der ungewohnten Situation ein Stück Alltag und Gemeinschaft zu ermöglichen. Aufgrund der winterlichen Witterung waren die Möglichkeiten dafür allerdings eingeschränkt.

Parallel dazu standen wir im engen Austausch mit der Stadt Hanau und suchten gemeinsam mit Hochdruck nach einer geeigneten Ausweichmöglichkeit.

 

Am 3. Februar gab es schließlich eine wichtige Nachricht: Durch die schnelle und unkomplizierte Unterstützung von Herrn Bürgermeister Dr. Bieri, dem Eigenbetrieb Kita der Stadt Hanau sowie Frau Kaynak von der Landeselternvertretung für den Kreis Hanau konnte eine Übergangslösung gefunden werden.

 

Ab der darauffolgenden Woche nahm die städtische Kita Campo Pond unsere „Kinzigfrösche“ vorübergehend auf. Für unsere Kinder, Eltern und das gesamte Kita-Team war das eine große Erleichterung. Nach den ersten schwierigen Wochen konnte wieder ein Stück Normalität in den Alltag einkehren.

 

Ganz ohne zusätzlichen Aufwand war die Übergangslösung für die Familien allerdings nicht. Statt der vertrauten und wohnortnahen Kita in Hanau-Innenstadt West mussten die Kinder nun nach Wolfgang gebracht und wieder abgeholt werden. Dadurch musste im Alltag deutlich mehr Zeit für die Wege eingeplant werden. Gerade am Nachmittag kam es auf der Strecke immer wieder zu Staus, unter anderem im Bereich der Baustelle am Hanauer Hauptbahnhof.

Auch finanziell waren die zusätzlichen täglichen Fahrten für die Familien spürbar – insbesondere durch die höheren Spritkosten.

Aus der geplanten Sanierung wurde eine monatelange Baustelle

Während die Kinder vorübergehend in Campo Pond betreut wurden, liefen die Planungen und Arbeiten an den ursprünglichen Kita-Räumlichkeiten weiter.

 

Eine der aufwändigsten Arbeiten war der vollständige Abbruch des alten Estrichs und das anschließende Einbringen des neuen Estrichs. Hinzu kam eine längere Trocknungszeit, bevor die weiteren Arbeiten abgeschlossen werden konnten.

Eine zusätzliche Herausforderung war die notwendige Kostenfreigabe durch die Versicherung. Da diese längere Zeit in Anspruch nahm, konnten während dieser Phase weitere notwendige Arbeiten geplant und umgesetzt werden. So wurde unter anderem die inzwischen stark veraltete Elektroinstallation des Kindergartens vollständig erneuert. Außerdem wurde eine Klimaanlage eingebaut und das Erzieherbad erneuert.

 

Darüber hinaus wurden im Zuge der ohnehin anstehenden Malerarbeiten nicht nur die betroffenen Bereiche, sondern letztlich auch die übrigen Räume des Kindergartens neu gestrichen.

Auch bei der Ausstattung gab es noch eine kleine Hürde: Das neue Mobiliar wurde leider nicht vollständig rechtzeitig geliefert. Eine direkte Einschränkung des Kita-Betriebs entstand dadurch jedoch nicht.

 

Am 7. September endlich zurück

Ursprünglich war von einer Sanierungsdauer von etwa vier Monaten ausgegangen. Letztlich dauerte es fast acht Monate, bis die „Kinzigfrösche“ wieder in ihre eigenen Räumlichkeiten zurückkehren konnten.

Am 7. September 2026 war es dann endlich soweit: Der Kita-Betrieb konnte wieder in den ursprünglichen Räumlichkeiten aufgenommen werden.

Für die Kinder bedeutet das vor allem eines: Sie haben ihren vertrauten Ort zurück. Für die Eltern entfällt der zusätzliche tägliche Fahr- und Organisationsaufwand. Und für das Kita-Team ist es schön, wieder in den eigenen Räumlichkeiten arbeiten und den Kindern ihren gewohnten Kita-Alltag bieten zu können.

Rückblickend war die Zeit für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Gleichzeitig hat sie gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch die Stadt Hanau und alle beteiligten Stellen, für die unkomplizierte Aufnahme in der Kita Campo Pond und insbesondere für das große Engagement unserer Eltern und unseres Kita-Teams.

 

Nach Monaten voller Organisation, zusätzlicher Wege und Unsicherheit freuen wir uns nun vor allem darüber, dass wieder Normalität eingekehrt ist – und unsere „Kinzigfrösche“ wieder dort sind, wo sie hingehören: in ihrer eigenen Kita.